Prostata

Pflanzliche Arzneimittel bei Männerleiden der Prostata

Pflanzlicher Arznei wird in unserem synthetisch orientierten Leben zunehmendes Interesse geschenkt. Naturheilverfahren werden wiederentdeckt. Die Erfahrung entspricht auch einer sich durchsetzenden ökologischen – und damit auch ganzheitlichen – Sichtweise. Neben den Heilmethoden der antroposophischen Medizin (R. Steiner) und der homöopathischen Heilmittellehre (S. Hahnemann) ist die Phytotherapie als Resultat traditioneller Volksheilkunde die dritte Säule der genannten Therapierichtungen.

Mittel bei gutartiger Prostatavergrößerung

Die Wirksamkeit von Phytopharmaka (Pflanzenpräparate) ist vielfältig. Es handelt sich um antientzündliche, entschwellende Effekte, um direkte prostatotrope Wirkungen an der Vorsteherdrüse. Auch werden Auswirkungen auf die Muskulatur der Harnblase und des Blasenauslasses beschrieben. Verantwortlich gemacht werden Phytosterole, Lektine, Fettsäuren und Pflanzenöle. Es sind auch Kombinationspräparate unterschiedlicher Zusammensetzung im Handel.

1. Brennessel

Wir wissen heute, dass es die Wurzel der großen Brennnessel (urtica dioica) ist, deren Inhaltsstoffe in den Stoffwechsel der Prostata eingreifen. Bestimmte Wirkstoffe wie Beta-Sitosterol, Scopoletin und Urtica- Agglutinine sollen in ihrer Wirkung das Prostatawachstum beeinflussen.

2. Kürbissamen

Bestandteile aus der Kürbispflanze stehen seit jeher im Ruf, Prostatabeschwerden zu lindern. Verwendet wird der Samen des Arzneikürbis. Inhaltsstoffe sind Tocopherole (Vitamin E-Derivate)

3. Roggenpollen-Extrakt

Die Stoffen wirken krampflösend und sollen auch Einfluß auf die Prostatazellvermehrung haben. Der Nachweis erfolgte im Tierexperiment an der sogenannten Nacktmaus.

4. Sägepalmen-Extrakte

Ursprünglich wurde der Wirkstoff bei Prostataentzündungen eingesetzt. Die Herkunftspflanze ist die sogenannte Zwergpalme. Die Palmenfrüchte wurden von der Bevölkerung Südamerikas als Kräftigungsmittel, harntreibendes Mittel und zur Beruhigung genutzt. Sie sollen an der Prostata antientzündlich und abschwellend wirken.

5. Sitosterol-Gemische

Phytosterolgemische werden in den Wurzeln einer südafrikanischen Lilie gefunden. Exakte kontrollierte Untersuchungsergebnisse fehlen.

Pflanzliche Prostatamittel zeigen Wirkung. Diese ist individuell ausgeprägt und rein symptomatisch, also ohne Einfluß auf das Prostatawachstum, aber mit Linderung der Beschwerden beim Wasserlassen. Ein positiver Effekt durch die Einnahme von Phytopharmaka ist nicht belegt. Da die gutartige Prostatavergrößerung bezüglich des Drüsenwachstums schubweise auftritt und sich Perioden der Beschwerdefreiheit mit Abschnitten deutlicher Verschlechterung abwechseln können, ist die therapeutische Einordnung schwierig.

Da die Wirksamkeit pflanzlicher Medikamente umstritten ist, werden die Kosten für derartige Medikamente von den Krankenkassen nicht übernommen. Derzeit laufen aber klinische Studien zur Überprüfung der Wirksamkeit der Medikamente.


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